Handlungsabriss

WILHELM TELL - Befreiung von der Großmacht

Landvogt Gessler (Bass) knebelt das Schweizer Land. Seine Herrschaft verbreitet Angst und Schrecken.

Nur der junge Landadelige Rudenz (brillante Tenorpartie) passt sich der Habsburger Herrschaft opportunistisch an.
Er hofft, dadurch Karriere bei Hofe in Wien zu machen und vor allem die Liebe der jungen Habsburgerin Berta von Bruneck (brillante Sopranpartie) zu erlangen.

Als die brutalen Schikanen von Gessler und seinen Leuten immer schlimmer werden, beschließen die Schweizer der drei Urkantone, sich nachts auf einer einsamen Wiese, genannt Rütli, zusammenzufinden und Einigkeit und Widerstand zu schwören.

Berta von Bruneck bewundert insgeheim den Mut und die Kraft der Schweizer und redet Rudenz so ins Gewissen, dass dieser sich schließlich vorbehaltlos zu den Schweizern bekennt.

Gessler denkt sich eine neue Provokation aus: er lässt seinen Hut auf offenem Platze auf einer Stange zur Schau stellen und verlangt von jedem Vorbeigehenden die Huldigung des Hutes.

Wilhelm Tell (Bariton), ein besonders mutiger und eigenständiger Schweizer, der sich nicht fürchtet, einem mit dem Tode bedrohten Landsmann bei Sturm über den See zu schiffen, übersieht den Hut und wird von Gessler süffisant zur Rede gestellt.
Der Landvogt fürchtet Tell, da ihn dieser einmal am steilen Felsensteig in auswegloser Situation angetroffen hat.
Deshalb kommt er nun auf eine besonders niederträchtige Idee der Bestrafung:
Tell soll mit seiner Armbrust aus 100 Schritten Abstand einen Apfel vom Kopfe seines kleinen Sohnes Wälti (Koloratursopranpartie) schießen...